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Rekordpreis für Bacon-Werk

Mittwoch, 13. November 2013 / 08:35 Uhr

New York - Für den Rekordpreis von 142,4 Millionen Dollar ist das Triptychon «Three Studies of Lucian Freud» von Francis Bacon in New York versteigert worden. Damit ist das 1969 entstandene Werk das teuerste je versteigerte Kunstwerk.

Die drei Gemälde zeigen Bacons Freund Lucian Freud.

Das Auktionshaus Christie's hatte auf etwa 90 Millionen Dollar gehofft - bereits das wäre ein Auktionsrekord für den Iren Bacon gewesen. Mit dem am Dienstag erzielten Preis liegt das Triptychon aber sogar gut 22 Millionen Dollar über dem vor eineinhalb Jahren versteigerten «Schrei» von Edvard Munch, der bislang das teuerste je versteigerte Bild war.

Die drei Bilder Bacons zeigen den in Berlin geborenen britischen Maler Lucian Freud. Freud, 1922 geboren und somit 13 Jahre jünger als Bacon, war ein Enkel des Psychoanalytikers Sigmund Freud und Malerkollege von Bacon. Beide malten sich mehrfach gegenseitig.

Die drei Bilder des Triptychons sind jeweils zwei Meter hoch und fast eineinhalb Meter breit. Sie zeigen den sitzenden Freud - das Gesicht wie bei Bacon üblich entstellt und übermalt.

Koons teuerster lebender Künstler

Die Auktion in New York brachte einen weiteren Rekord: Der «Balloon Dog» des US-Amerikaners Jeff Koons wurde für 58,4 Millionen Dollar versteigert. Damit ist der 58-Jährige der teuerste lebende Künstler der Welt.

Der quietschbunte Hund lag gute 20 Millionen Dollar über dem bisherigen Rekord: Im Mai war «Domplatz, Mailand» des 81-jährigen Deutschen Gerhard Richter bei Sotheby's für 37 Millionen Dollar versteigert worden. Der letzte Rekord von Koons ist genau ein Jahr alt. Damals wurden die ähnlich gearbeiteten «Tulips» für 33,7 Millionen Dollar versteigert, ebenfalls bei Christie's in New York.

«Balloon Dog» erinnert an die aus Luftballons geknoteten Tiere, die Kleinkünstler im Stadtpark anbieten - nur ist der von Koons so gross wie ein Auto. Die messingfarben schimmernde Arbeit entstand zwischen 1994 und 2000 und ist aus Stahl.

Koons liebt Werke, die wie vergrösserte Spielzeuge oder verchromte Alltagsgegenstände aussehen. Damit spaltet der 58-Jährige die Kunstwelt: Die einen sehen darin reinste Pop-Art, die anderen nur Kitsch.

(fajd/sda)


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